Ihr wollt euren Bekannten die Sehenswürdigkeiten Bambergs zeigen und der Oberbürgermeister persönlich übernimmt die Stadtführung? Etwas ähnliches erlebten die Griechisch-Schüler der 9. Jahrgangsstufe, als sie in München die Glyptothek besuchten. Glypto-was?

Das ist Münchens ältestes öffentliches Museum; das einzige Museum auf der Welt, das allein der antiken Skulptur gewidmet ist. Der Name „Glyptothek“ ist ein modernes Kunstwort. Es ist gebildet aus den altgriechischen Wörtern „glyphein“ (meißeln) und „theke“ (Ablage), bezeichnet also einen Aufbewahrungsort für Skulpturen. Hier werden griechische und römische Marmorstatuen von höchster Qualität präsentiert.

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Und hier wurden vor einigen Wochen Johanna Gleiß, Patricia Salzbrenner und Theresa Stöcker von Kultusminister Spaenle persönlich als diesjährige Preisträgerinnen des PEGALOGOS-Wettbewerbs ausgezeichnet.

Zur Belohnung für ihre tollen Leistungen erhielten die drei Schülerinnen eine Sonderführung durch die Leitung des Museums, Herrn Dr. Christian Gliwitzky, und die „Griechen“ der 9bde durften dank der Initiative ihrer Klassenkameradin Theresa daran teilnehmen.

Die Begeisterung von Dr. Gliwitzky für sein Haus und die dort gezeigten Kunstwerke sprang sofort auf die Teilnehmer über, denn der ehemalige Lehrer erzählte spannend und anschaulich, sparte nicht mit aktuellen Parallelen und erstaunlichen Verbindungen zwischen der Antike und heute.

Anhand von nur zwei Objekten, den Figurengruppen des Aphaiatempels auf Aigina und dem „Barberinischen Faun“, spannte er den Bogen durch die gesamte griechische Kunst von der Archaik bis zum Hellenismus und gab den faszinierten Zuhörern tiefe Einblicke in die ästhetische und politische Dimension dieser Kunstwerke. Selten vergingen bei einer Schulveranstaltung 90 Minuten so schnell.