mehr...

3. Mai 2018 8:00 - 9:30

Franz-Ludwig-Gymnasium

Am 3. Mai 2018 diskutieren Journalisten deutschlandweit zum Tag der Pressefreiheit an Schulen: Bei uns werden an diesem Tag Annabel Dillig (SZ-Magazin) und Mirijam Trunk (Gruner+Jahr) zu Gast an ihrer ehemaligen Schule sein.

Fake News – kaum ein Tag vergeht, an dem das Wort nicht in den Medien auftaucht. Grund genug für die Deutsche Journalistenschule (DJS), sich dem Thema zu stellen. Schulleiterin Henriette Löwisch fand, dass gerade die DJS als älteste Ausbildungs­stätte für Journalisten in Deutschland in der Verantwortung steht, das Vertrauen in den Journalismus zu stärken: „Wir Journalisten müssen mehr von uns aus auf Leute zugehen und erklären, wie wir arbeiten, am besten im persönlichen Gespräch. Wie gehen wir mit zweifelhaften Inhalten um, und wie mit eigenen Fehlern? Was ist der Unterschied zwischen wahrhaftiger Berichterstattung und Fake News?“.

Die Pressefreiheit verteidigen und erklären

Das Ergebnis dieser Vision ist das Projekt #journalistenschule des Förderkreises der DJS. Zum diesjährigen Tag der Pressefreiheit schickt die Journalistenschule ihre Absolventinnen und Absolventen in ihre ehemaligen Gymnasien und Realschulen, um genau solche Gespräche zu suchen, und zwar mit der nächsten Generation. „Wir wollen für den Journalismus streiten, indem wir über ihn streiten“, so Löwisch. Deutschlandweit berichten die Journalistinnen und Journalisten von ihrer Arbeit in Redaktionen und Pressestellen. Sie schaffen Medienkompetenz und erklären, wie wichtig Qualitätsjournalismus ist.

Am Franz-Ludwig-Gymnasium Bamberg werden Annabel Dillig, geboren 1981, und Mirijam Trunk, geboren 1991, teilnehmen. Annabel Dillig arbeitet heute in der Digitalredaktion des SZ-Magazins, vorher war sie stellvertretende Chefredakteurin bei Glamour und Redakteurin bei NEON. Mirijam Trunk hat nach Stationen beim ZDF und der Süddeutschen Zeitung als Reporterin und Nachrichtensprecherin für den Bayerischen Rundfunk gearbeitet und ist heute bei Gruner+Jahr tätig.

„Für kaum einen anderen Beruf sind die Erfahrungen während der Schulzeit so wichtig wie für den Journalismus“, sagt Mirijam Trunk. „Ein Gefühl für Sprache und Schreiben im Deutschunterricht, der erste Kontakt mit politischen und sozialen Themen, ein Verständnis für Geschichte, all das sind sicherlich Grundsteine. Besonders wichtig sind auch die Erfahrungen im schulischen Engagement, wenn man merkt, dass die eigene Stimme zählt, und es wichtig ist, Fragen zu stellen.“

Am 3. Mai werden Annabel Dillig und Mirijam Trunk den Schülern der 11. Klasse in den ersten beiden Unterrichtsstunden aus ihrem beruflichen Alltag erzählen und Themen rund um Pressefreiheit, Fake News und Medienverhalten diskutieren. Ziel der Aktion ist, den Schülern einen Blick hinter die Kulissen zu geben und ihnen zu helfen, Nachrichten und ihre Quellen besser einordnen zu können.