Teilnehmern an Demonstrationen wird mitunter vorgeworfen, dass eine solche „Aktion“ wohlfeil sei; noch dazu, wenn dadurch Unterricht ausfällt. Es steht dabei der Vorwurf im Raum, dass es leicht sei, sich – ausgestattet mit Trillerpfeifen und anderen Utensilien aus dem Arsenal der Demonstrationskultur – für etwas auszusprechen, als mit Taten und „echtem“ Handeln tatsächlich wirkungsvoll etwas zur Sache  – in diesem Fall: Umweltschutz –  beizutragen.    

Diesen Vorwurf entkräfteten alle Schüler des FLG, die an der letzten Fridays-for-Future Demonstration beteiligt waren in ganz beherzter Art und Weise.   

Am Mittwoch Nachmittag vor den Ferien (von 14 bis 16 Uhr), also zur unterrichtsfreien Zeit (!),  fand unsere Umweltaktion auf der Erbainsel statt. Knapp 50 Schülerinnen und Schüler des Franz-Ludwig-Gymnasiums Bamberg, die aufgrund der Fridays-for-Future-Demo Unterricht versäumten, zeigten mit dieser verpflichtenden Kompensation ihren praktischen Beitrag zum Schutz der Umwelt. Erschienen sind – bis auf eine wegen Erkrankung entschuldigte Schülerin – alle (!), die kommen mussten, und zusätzlich weitere Schülerinnen und Schüler, darunter auch von den Nachbargymnasien ETA und KHG.
Damit bewiesen die jungen „Aktivisten“ eindrucksvoll, wie ernsthaft ihnen ihr Anliegen ist und dass es ihnen keineswegs nur darum geht, nicht in den Unterricht gehen zu müssen.

Auch die beteiligten Mitarbeiter des Gartenamtes staunten nicht schlecht, was die Schüler*innen leisteten, als 10 Säcke vor dem Lastwagen der Stadt Bamberg lagen. Der Stadt Bamberg und den Mitarbeitern des Gartenbauamtes sei für die Bereitstellung der Greifzangen und der Müllsäcke sowie dem Abtransport des gesammelten Mülls herzlich gedankt. 

StD Dietmar Absch gilt ein herzliches Dankeschön für den Einfall und die wesentliche Organisation dieser Umweltaktion. 

Auch der FT berichtete: https://www.infranken.de/regional/bamberg/erst-zur-demo-dann-zum-muellsammeln;art212,4259381

M. Eichiner