Beim 25. Regionalwettbewerb Jugend forscht präsentierten am 11. und 12. Februar 2026 in Kulmbach insgesamt 160 junge Nachwuchsforscherinnen und -forscher aus Oberfranken ihre Projekte. Austragungsort war die Dr.-Stammberger-Halle, die sich an beiden Tagen in ein Forum für Innovation, Technik und Wissenschaft verwandelte. Auch das Franz-Ludwig-Gymnasium war mit mehreren Arbeiten vertreten und konnte beachtliche Erfolge erzielen.
Bat-Detektor unterstützt Artenschutz
Im Fachgebiet Biologie erzielten Emily Ahner (13) und Silje Hans (13) einen 2. Platz, der zugleich die beste Arbeit der Kategorie darstellte, da in diesem Jahr kein erster Preis vergeben wurde. In ihrem Projekt untersuchten die beiden Schülerinnen über einen Zeitraum von zwei Jahren die Fledermausarten in Stadt- und ländlichen Gebieten. Mithilfe eines sogenannten Bat-Detektors zeichneten sie die Ultraschallrufe der Tiere auf und werteten diese systematisch aus. Dabei verglichen sie die Artenvielfalt, Flugzeiten und Umweltbedingungen zwischen einem städtischen Wohngebiet und einem naturnahen Standort am Waldrand. Während in der Stadt nur wenige, weit verbreitete Arten festgestellt wurden, konnten im ländlichen Raum bis zu 14 verschiedene Fledermausarten nachgewiesen werden – darunter auch bedrohte Arten. Die Arbeit überzeugte durch ihre sorgfältige Datenerhebung, anschauliche Auswertung und den klaren Bezug zum Artenschutz.
Süßigkeitenautomat für lau
Einen Sonderpreis erhielt die zwölfjährige Matilda Weissenböck für ihren selbst entwickelten Süßigkeitenautomaten im Fachgebiet Technik. Bereits als Grundschülerin begann sie, einfache Automaten aus Karton zu bauen. Über mehrere Jahre hinweg entwickelte sie ihre Idee konsequent weiter und konstruierte schließlich einen vollständig funktionierenden Süßigkeitenautomaten mit mechanischem Ausgabesystem und Geldeinwurf. Besonders überzeugte die Jury, dass der Automat ausschließlich auf Hebelmechanik und Schwerkraft basiert und vollständig ohne Elektronik auskommt. Zudem setzte Weissenböck bewusst auf recycelte Materialien wie Karton und Holzreste und hielt die Materialkosten bei null Euro. In ihrer Arbeit setzte sie sich nicht nur mit der Funktionsweise auseinander, sondern reflektierte auch kritisch mögliche Verbesserungen und den nachhaltigen Einsatz solcher Automaten im Alltag.
Auch weitere Schülerinnen und Schüler des Franz-Ludwig-Gymnasiums präsentierten anspruchsvolle Forschungsarbeiten: Julia Schmid (12) beschäftigte sich im Bereich Arbeitswelt mit der Frage, ob sich durch Gamification – also den Einsatz spieltypischer Elemente – die Produktivität bei ungeliebten, aber notwendigen Aufgaben steigern lässt.
Matthias Krebs (19) untersuchte im Fachgebiet Physik die Verbesserungspotenziale eines Eisspeichers zur nachhaltigen Gebäudeheizung. In seinem Projekt analysierte er, ob sich durch den Einsatz wässriger Lösungen statt reinem Wasser die nutzbare Energiemenge erhöhen lässt, indem die Latentwärme beim Gefrieren effizienter genutzt wird.
Die vielfältigen Projekte zeigen eindrucksvoll den hohen Forschergeist, das Engagement und das naturwissenschaftliche Niveau der Schülerinnen und Schüler des Franz-Ludwig-Gymnasiums.
Fotos: F. Wunderatsch / Gärtig