Respekt – er ist wie der rote Faden in einem gelungenen Bühnenstück: unverzichtbar für ein harmonisches Miteinander – in der Familie, im Freundeskreis, in unserer Gesellschaft insgesamt. Doch wie zeigt sich Respekt eigentlich im Alltag? Was zeichnet ein respektvolles Zusammenspiel aus? Und was geschieht, wenn diese zentrale Rolle plötzlich aus dem Stück gestrichen wird?
Diesen Fragen widmeten sich 28 Schülerinnen und Schüler des “Theaters der Unterstufe” unter der Regie von Gabriele Götz-Dittebrand mit viel Kreativität und Bühnenleidenschaft. In selbst entwickelten Szenen, inspiriert von persönlichen Erfahrungen, zeigten sie eindrucksvoll, wie schnell Respekt ins Abseits gedrängt werden kann – sei es auf dem Pausenhof, im Bus, im Supermarkt oder im Familienkreis.
In 16 pointierten kurzen Szenen betrat ein buntes Ensemble aus Alltagsfiguren die Bühne: Jugendliche, die Grenzen austesten, Familienmitglieder im Clinch, und sogar Naturwesen, die sich gegen Missachtung zur Wehr setzen. So erhoben in einer Szene Pilze und ein Baum ihre „Stimmen“ und hielten respektlosen Besuchern den Spiegel vor – mit einem augenzwinkernden, aber klaren Appell.
Das Fazit: Eine gelungene Inszenierung des „Theaters der Unterstufe“, die nicht nur zum Nachdenken anregte, sondern auch das Publikum zum Lachen, Staunen – und Reflektieren brachte. Ein echtes Glanzlicht des Schulfestes – Vorhang auf für den Respekt!
Text: A.Chlistalla Fotos: U.Koch