Sozialer Tag

SchülerInnen des FLG sammeln Erfahrungen an sozialen Einrichtungen

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„Am schönsten war der Moment als ich die Obdachlosen einfach nur als Menschen gesehen hatte“

Verantwortung für andere zu übernehmen scheint einer der wichtigsten Werte für Jugendliche in unserer heutigen Gesellschaft zu sein. Das zeigt zumindest das obenstehende Zitat einer Schülerin des Franz-Ludwig-Gymnasiums, die im Rahmen des Projekts „Sozialer Tag“ die Obdachlosenwärmestube des Caritasverbands Bamberg unterstützte. Die Schülerin der Jahrgangsstufe 10 tauschte, wie ihre Mitschüler der gleichen Jahrgangsstufe, für zwei Schultage ihr Klassenzimmer mit einer sozialen Einrichtung. Zu den Zielen des Projekts, welches dieses Jahr zum dritten Mal durchgeführt wurde, zählen beispielsweise Werte wie Toleranz, Respekt und Verantwortungsbewusstsein zu fördern. Über 120 Schülerinnen und Schüler erhalten dafür die Aufgabe, sich in sozialen Einrichtungen wie beispielsweise Senioren- und Pflegediensten, Tierheimen, Kindergärten und Flüchtlingsheimen zu engagieren. Anstatt finanzieller Entschädigungen stehen hierbei die zwischenmenschlichen Beziehungen im Vordergrund. Eine Schülerin, die bei der Bamberger Tafel tätig war, bemerkte dazu, dass „ man nicht immer entlohnt werden muss. Man kann sich auch zur Verfügung stellen, um was Gutes zu tun. Ein Dankeschön reicht völlig aus“.
Solche Erfahrungen und Einsichten auf Seiten der teilnehmenden SchülerInnen sind es, die die verantwortlichen Lehrer des Projekts, in ihrem Tun bestärken. Zusammen mit der Carithek Bamberg wird daher bereits jetzt am Konzept „Sozialer Tag 2019“ gearbeitet. „Es sind gerade solche Projekte, die sozial weit entfernte Gruppen wieder auf menschliche Art und Weise zusammenbringen können“ betont Alexander Chlistalla, einer der Organisatoren des Projekts. Jedoch gibt er weiterhin zu, dass er nur indirekt nachempfinden kann, welchen Einfluss solche Social-Learning-Projekte auf seine SchülerInnen wirklich haben. Die Reflexion der Schülerin über ihren „Sozialen Tag“ in der Wärmestube lässt hingegen wenig Zweifel an der Wirksamkeit des Projekts: „Es war ein wahnsinnig lehrreiches Praktikum, das einem Werte wie Dankbarkeit und Mitgefühl näherbringt.“