Konzentrierte Blicke und strahlende Gesichter bei dem am Donnerstag, den 3. März, in Coburg ausgetragenen Regionalentscheid von „Schüler experimentieren“, der Juniorsparte von Jugend forscht. 162 Kinder und Jugendliche mit 88 Projekten stellten sich dem kritischen Blick der Fachjury. Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz freute sich über das hohe Niveau und die große Themenvielfalt bei den jungen Wissenschaftlern. Am Nachmittag fand die mit Spannung erwartete Preisverleihung statt.

‚Von den Bamberger Schulen war das Franz-Ludwig-Gymnasium nicht nur die teilnehmerstärkste Schule, sondern konnte in diesem Jahr als einziges Gymnasium in Bamberg zwei Preise mit nach Hause nehmen:
Im Fachbereich Mathematik und Informatik überzeugten Carolina Bickel und Kiara da Silva Amorim (beide Klasse 7c) die Jury mit ihrem Lego-Mindstorms Roboter, welcher selbstständig Konturen erkennt und Schriftzüge farbig ausmalt. Sie entwickelten ihren Malroboter, den sie bereits im vergangenen Jahr bei Jugend forscht präsentiert hatten, überzeugend weiter. So haben sie den NXT-Baustein komplett neu mit „C+“ programmiert und ein Fehlerkorrekturprogramm entwickelt, um ein möglichst exaktes Malergebnis zu erreichen. Die Jury zeigte sich vom Ergebnis überzeugt und verlieh für diese tolle Programmierleistung den dritten Preis.

Memet Girgin (7d), der ebenfalls bereits zum zweiten Mal am Wettbewerb teilnahm, und seine Schwester Meryem Girgin (6e) wurden mit einem Sonderpreis im Fachbereich Technik ausgezeichnet. Die beiden Schüler vom FLG haben einen alten Rasenmäher zu einem Putzwagen mit Müllbehälter umgebaut, der den Boden in einem Zuge wischt und trocknet. Statt mit 96 Dezibel – wie es auf dem alten Etikett steht – Rasen zu mähen, lässt er sich nun im Handbetrieb nahezu geräuschlos bewegen und erleichtert die Arbeit erheblich.

Marco Hohmann (6e) stellte auf dem Wettbewerb seine „Stabilisierungshilfe für Rollatoren“ vor. Er hatte beobachtet, dass ältere Menschen öfter Probleme beim Ausseigen aus dem Bus haben und hatte die Idee, einen Rollator mit vorne ausfahrbaren Rädern zu konstruieren. Da die technische Umsetzung in einem metallverarbeitenden Betrieb nicht so einfach ging, hat er zusätzlich ein Modell mit drei sich wechselnden Rädern an einer Achse gebaut, mit denen man problemlos Treppen erklimmen kann. Im kommenden Jahr plant Marco einen echten Rollator „umzurüsten“ und möchte diesen im Alltag testen.

Am Freitag, den 4.3.2016, waren dann die „großen Schüler“ ab fünfzehn Jahre in der Coburger Hochschule bei Jugend forscht und stellten sich der hochkarätigen Jury aus Schule, Hochschule und Wirtschaft: Einen ganzen Tag präsentierten 121 Schüler und Schülerinnen die Forschungsergebnisse ihrer Projekte, an denen sie zum Teil mehrere Monate lang gearbeitet hatten. Das FLG war mit 4 Schülern vertreten, welche alle sehr engagiert ihre Arbeit präsentierten.

Sophia Klügel (Q 12) untersuchet die „Auswirkungen von Unterrichtsstörungen auf die Konzentration und damit die Leistungsfähigkeit von Schülern.“ Sie konnte in ihrer Arbeit nachweisen, dass eine ruhiges, konzentriertes Arbeitsklima zu einer Leistungsseigerung bei den Schülern um etwa eine halbe Notenstufe führt.
Den „Zusammenhang von schulischen Leistungen im Fach Mathematik und Intelligenzquotient“ erforschte Franziska Dorsch (Q 12).

Während Feyza Alcicek (Q 12) durch Messung des Cortisolspiegels in Form von Speichelproben die Prüfungsangst und Anspannung während angekündigter Leistungsprüfungen nachwies, gelang Franziska Gierz (Q12) eine subjektive Reduktion von Prüfungsangst mit Hilfe von kinesiologischer Übungen. Diese benötigen ca. 5 Minuten, können im Klassenzimmer vor einer Prüfung durchgeführt werden und lassen die Schüler „erleichtert“ in die Prüfung gehen.

Staatsministerin Huml besuchte u.a. auch die Stände vom FLG zeigte sich erfreut über das hohe Niveau der Forschungsarbeiten: „Mich faszinieren Jahr für Jahr die Kreativität und die Begeisterung, mit der die jungen Menschen sich naturwissenschaftlichen Fragen stellen,“ so die Staatsministerin. „Die Teilnehmer des Wettbewerbs werden die begehrten Fachkräfte von morgen sein.“

Auch Herr Gärtig und Frau Dr. Kreykenbohm, die Betreuungslehrer für „Jugend forscht“ am FLG zeigten sich zufrieden mit den tollen Leistungen der jungen Forscher und hoffen, dass der eine oder andere Jungforscher auch im kommenden Jahr wieder mit dabei sein wird. Ein großer Dank geht ebenso an Herrn Bickel und Herrn Messig für die tatkräftige Unterstützung bei den Projekten.